Aktionen

Antikriegstag 2019: Kein Krieg gegen den Iran – Keine neuen Atomwaffen – Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! – Abrüsten statt aufrüsten

Aktionstag am 31.08.19
11.00 Uhr, St. Johanner Markt, Saarbrücken

Am 1. 9.1939 überfiel die deutsche Wehrmacht Polen und riss damit die Menschheit in die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs. Wir gedenken auch dieses Jahr am Antikriegstag der 80 Millionen Toten beider Weltkriege.
Zum 80. Jahrestag des Beginns des grauenhaften Vernichtungskriegs der Nazis haben wir allen Anlass, besonders eindringlich daran zu erinnern, wohin das Wiedererstarken von blindwütigem Nationalismus, Militarismus, Menschenfeindlichkeit und Rassismus führen kann.
Wir sind gefordert im Kampf gegen Faschismus, gegen nationalistische Kriegstreiberei und besinnungsloses Wettrüsten. Rechtsextremisten und Rechtspopulisten machen mit ihren Hasstiraden und ihrer wachsenden Gewaltbereitschaft mobil gegen eine vielfältige und weltoffene Gesellschaft. Sie schüren Feindbilder gegen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung, Naturkatastrophen, Klimawandel und Armut.
Es ist dringend nötig, dass alle Seiten ihre Militärpräsenz im Persischen Golf sowie im Golf von Oman zurückfahren. Eine deutsche militärische Präsenz zur Sicherung freier Handelswege ist angesichts ihrer eskalierenden Wirkung, der fehlenden völkerrechtlichen Grundlage und grundsätzlich nicht akzeptabel.
Ein Krieg gegen den Iran würde nicht nur für die iranische Bevölkerung verhängnisvoll sein und abertausende menschliche Opfer bringen. Er ist geeignet, die gesamte Region des Mittleren und Nahen Ostens für einen längeren Zeitraum ins Chaos zu stürzen.
Mehr Militär und mehr Waffen sind garantiert die falsche Antwort auf die bedrohliche Weltlage! Statt eines neuen auch nuklearen Wettrüstens inklusive der Aufrüstung mit neuen US-Atomwaffen in Büchel brauchen wir Abrüstungs-Abkommen und einen Atomwaffensperrvertrag. Deutschland muss den UN-Vertrag für das Atomwaffenverbot unterzeichnen!

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Die weltweiten Militärausgaben sind mit 1,6 Billionen Euro so hoch wie nie. Auch der deutsche Verteidigungsetat soll auf 43,2 Mrd. € anwachsen. Wenn die Bundesregierung die Zielvorgabe der NATO befolgt, ihre Militärausgaben bis 2024 auf 2% des BIP zu steigern, liegen die Rüstungsausgaben Deutschlands in fünf Jahren bei 85 Mrd. €, sie sollen also verdoppelt werden!

Wir sagen: Schluss damit! Das Geld fehlt für öffentliche Investitionen für eine sozial-ökologische Transformation! Für eine Friedenspolitik, die nicht den Kapitalinteressen Weniger nutzt sondern Lebensperspektiven für die ganze Menschheit entwickelt. Eine andere Welt ist möglich!
Wir fordern: Keine Bundeswehrwerbung und Armutsrekrutierung, keine Auslandseinsätze, keine Erhöhung des Militärhaushalts! Stoppt die umweltschädlichen militärischen Übungsflüge!

Wir fordern: „Abrüsten statt Aufrüsten“! Unterzeichnet den Aufruf gegen das 2%-Ziel der NATO: https://abruesten.jetzt
Statt mit Unsummen das internationale Wettrüsten anzuheizen, fordern wir die Bundesregierung auf, die Mittel in ein sozial gerechtes Deutschland und Europa, Klimaschutz, die Bekämpfung von Armut und Fluchtursachen, Rüstungskonversion und zivile Konfliktbearbeitung zu investieren. Wir müssen radikal umsteuern – es ist an der Zeit!


Antikriegstag 2019 –
Kranzniederlegung und Gedenkveranstaltung des DGB
Sonntag, 1. September 2019

10:00 Uhr Kranzniederlegung im Schillerpark Völklingen
11.00 Uhr Gedenkveranstaltung „Wie an der Grenze aus Feinden Freunde werden können“
im Cafe Salto, Gatterstr. 15, 66333 Völklingen

 

Kein Krieg gegen Iran: Verhandeln statt eskalieren! Atomwaffen weltweit ächten!

Kundgebungen

am 28.06.19           18 Uhr          Trierer Straße, Saarbrücken (Europagalerie) und
am 05.07.19           18 Uhr          St. Johanner Markt, Saarbrücken

 

Am 21.06.19 stand die Welt offenbar kurz vor dem Beginn eines neuen mörderischen Krieges. Die US-Regierung stoppte nach eigenen Aussagen einen groß angelegten völkerrechtswidrigen Angriff auf den Iran im letzten Moment. Stattdessen führte sie eine andere Form der Kriegshandlung durch, eine Cyberattacke.

Diese Eskalation darf nicht unbeantwortet bleiben!

Ein Krieg zwischen den USA und Iran hätte dramatische Folgen für den ganzen Naher und Mittleren Osten – es droht ein Flächenbrand. Einziger Nutznießer dieser Eskalation ist die internationale Rüstungsindustrie.

Jetzt muss es kurzfristig darum gehen, jede weitere Eskalation der Gewalt zu stoppen und Verhandlungen ohne Vorbedingungen aufzunehmen. Mittelfristig muss es zu einer Gesamtlösung für den Nahen und Mittleren Osten kommen, der multilaterale Abrüstungsschritte mit gegenseitigem Gewaltverzicht verbindet und zu einer atomwaffenfreien Zone in der Region führt. Gleichzeitig muss der brutale Krieg im Jemen so schnell wie möglich beendet werden. Die Waffenlieferungen aus Deutschland an kriegführende Staaten ist ein Skandal!

Wir sind solidarisch mit allen Kräften im Nahen und Mittleren Osten, die sich für eine demokratische und friedliche Zukunft einsetzen. Vor allem sie werden durch diese Eskalation geschwächt.

Wir fordern:

Die Bundesregierung und Außenminister Maas müssen auf das Schärfste gegen die Eskalation der Gewalt durch die US-Administration protestieren und beide Seiten auffordern, jede militärische Handlung zu unterlassen. Auch von US-Stützpunkten in Deutschland, wie z.B. von der Airbase Ramstein oder dem EUCOM in Stuttgart, darf kein Krieg ausgehen.

Im Gegenzug zu diesem Gewaltverzicht muss die EU den faktischen Handelsboykott gegen den Iran mit geeigneten Maßnahmen unterbinden. Gleichzeitig verzichtet der Iran auf seine Pläne zur Urananreicherung zur Produktion bombenfähigen Materials.

Deutschland muss Nein sagen zur geplanten Kriegskoalition gegen den Iran.

Schluss mit der Kriegsvorbereitung in unserer Region: Militärische Übungsflüge stoppen! Büchel muss atomwaffenfrei werden! Die militärische Drehscheibe für US-amerikanische Kriege in aller Welt in Ramstein muss geschlossen werden!

Abrüstung jetzt! Wir brauchen die Milliarden für Klima- und Umweltschutz – Für Bildung, Soziales und die Solidarität mit vor Krieg, Verfolgung und Not geflüchteten Menschen.

Die Welt braucht zivile Lösungen und keine neuen Kriege!


Redebeitrag zu Kein Krieg gegen den Iran: Verhandeln statt eskalieren! Atomwaffen weltweit ächten! von Waltraud Andruet, pax christi und FriedensNetz Saar:

Liebe Friedesfreundinnen und liebe Friedensfreunde,

ich begrüße Sie/Euch ganz herzliche heute bei diesen Hochsommerlichen Temperaturen um gegen die Weltweite Kriegsgefahr zu demonstrieren. Zu dem Motto: Kein Krieg gegen den Iran: Verhandeln satt eskalieren! Atomwaffen weltweit ächten!

Ich stehe heute hier, weil ich Angst habe, Angst vor einer Eskalation im Nahen und Mittleren Osten.

Das Netzwerk Friedenskooperative hat dazu eine Unterschriftenliste herausgebracht, die ich zum Unterschreiben mitgebracht habe. Diese Unterschriftenliste geht an die Bundesregierung sowie alle Abgeordneten des Bundestages. Der Aufruf lautet: Derzeit spitzt sich die Lage zwischen den USA und Iran zu. Es besteht die Gefahr, dass die Spannungen zu einer folgenschweren Eskalation bis hin zu einem Krieg mit unabsehbaren globalen Folgen führen. Statt Kriegsdrohungen braucht es dringend Gespräche, um den Konflikt zu lösen. Das Nuklearabkommen (JCPOA) mit Iran muss Bestand haben. Daher fordere ich die Bundesregierung sowie alle Abgeordneten des Bundestages auf: ĵ Treten Sie aktiv für eine zivile Lösung ein und wenden Sie sich gegen jegliche Eskalation und Aggression im US-Iran-Konflikt. ĵ Schließen Sie jede deutsche Unterstützung für einen Krieg gegen Iran und erst recht eine deutsche Beteiligung daran unmissverständlich und grundsätzlich aus. Auch von US-Stützpunkten in Deutschland, wie z. B. von der Airbase Ramstein, von Spangdahlem und Büchel oder dem EUCOM in Stuttgart, darf kein Krieg ausgehen. ĵ Setzen Sie sich dafür ein, insbesondere mit Hilfe der europäischen Partner, dass das Nuklearabkommen mit Iran erhalten bleibt und wieder von allen Seiten anerkannt und weitergeführt wird. Dafür muss das Angebot der Beendigung der Sanktionen gegen Iran gemacht werden. Notfalls muss das Abkommen auch ohne die USA fortgesetzt werden. Bitte unterschreiben sie diese Forderung damit wir viele sind um den Aufruf zum Erfolg zu verhelfen

Angst habe ich auch jeden Tag, wenn ich diese Kampfjets höre die jeden und jeden Tag im Übungsraum TRALAUTERN trotz mehrfachen Interventionen von uns und Beschwerden aus der Bevölkerung über unsere Köpfe hinweg donnern. Diese Luftkampf – und Abfangübungen sind äußerst Kostenintensiv, gefährlich und überdies in hohem Umfang umwelt, ganz zu schweigen von den nahezu unerträglichen Lärmbelästigungen, der die Bevölkerung ausgesetzt wird.

Wir fordern die Landesregierung vom Saarland und Rheinland-Pfalz auf, diesem militärischen Irrsinn Einhalt zu gebieten. Bisher leider ohne Erfolg.

Wir sehen keinen Sinn darin, dass diese Flüge immer wieder durchgeführt werden.

Die Zukunftsfähigkeit unseres Planeten hängt auch mit der Frage von Krieg und Frieden zusammen. Die Zerstörung der Umwelt und die Ausbeutung endlicher Ressourcen unseres Planeten gefährden den Frieden. Kriege werden für den Zugang zu diesen Ressourcen und den klimaschädlichen Lebensstil der reichen Länder geführt. Kriege verbrauchen dabei selbst enorme Mengen von Treibstoff und Energie und produzieren entsprechend viele klimaschädliche Emissionen durch die Kriegshandlungen und ihre tödlichen Folgen. Diese Zusammenhänge wurden in den Reden des Ostermarsches Saar von Susanne Speicher, „Fridays for Future Saarland“ und Raymond Becker, Friddens-a Solidaritetesplattform Letzeburg sehr deutlich.

Die Betriebskosten für Kampfflugzeuge vom Typ Eurofighter sind deutlich höher als erwartet. Mit fast 74.000 Euro liege der Preis pro Flugstunde fast doppelt so hoch wie ursprünglich geplant, berichtete „Der Spiegel“. Der Tornado, das bislang teuerste Flugzeug der Luftwaffe, kostet demnach lediglich nur? 43.000 Euro pro Stunde.

Wir sagen NEIN dazu. Wir fordern abrüsten statt aufrüsten und keinen militärischen Fluglärm in Saarland und Rheinland-Pfalz.

Mit Bestürzung habe ich die Meldung erfahren, dass es am Montag zu einem Zusammenstoß zweier Eurofighter in Mecklenburg-Vorpommern gekommen ist. Dabei ist ein junger Bundeswehr- Offizier ums Leben gekommen. Während ich diesen Bericht schreibe donnern sie geradewegs wieder über uns hinweg. Gar nicht auszudenken, wenn es da zu einem Zusammenstoß kommen sollte.

Das FriedensNetz Saar ist auch Teil der Kampagne „KRIEG BEGINNT HIER“ hier das Transparent dazu. Darauf kann man sehr schön erkennen wo die Kriegsschauplätze in unserer Region stationiert sind.

Mit mehreren Aktion im Jahr machen wir darauf aufmerksam um die Bürgerinnen und Bürger zu Informieren und zum Mitmachen zu animieren. Wir sind ein Teil der Bundesweiten Friedensbewegung. Ebenso so Teil des grenzüberschreitenden Friedensnetzwerk “QuatroPax“.

Am 23. Mai haben wir gemeinsam mit zahlreichen Friedensgruppen und Organisationen aus dem In und Ausland bei einer Protestaktion am Fliegerhorst Büchel in der Eifel teilgenommen. In Büchel am letzten Atomwaffenstandtort Deutschland lagern noch die letzten 20 Atombomben, die erneuert werden sollen um noch präziser und genauer  töten zu können.

Am Sonntag, 7. Juli findet ab 11.00 Uhr der 2. Aktionstag am Fliegerhorst Büchel statt. Christinnen und Christen aus mehreren evangelischen Landeskirchen und der Katholischen Friedensbewegung pax christi laden in Kooperation mit Ohne Rüstung Leben, der DFG_VK, ICAN und IPPNW ein, nach Büchel zu kommen. Dort lagern US—amerikanische Atombomben, die im Kriegsfall von deutschen Flugzeugen zu ihren Zielen geflogen werden. Dazu dienen auch diese Übungsflüge.  Nun ist geplant, mit viel Geld die Bomben aufzurüsten und einen neuen Bomber dafür anzuschaffen. Dies und die Aufkündigung des INF-Vertrages machen ihren Einsatz wahrscheinlicher. Es droht ein millionenfacher Tod.

Glauben, Gewissen und politische Vernunft bewegen uns, Massenvernichtungswaffen und die Drohung damit abzulehnen. Wir laden alle Menschen ein, die für den Abzug der Atombomben und das von der UNO am 7. Juli 2017 beschlossenen Atomwaffenverbot sind, vor dem Fliegerhorst öffentlich und gewaltfrei dafür einzutreten und den Umstieg auf eine friedenslogische Außen-und Sicherheitspolitik zu fordern.

Machen Sie mit bei den vielfältigen Aktion der Friedensbewegung wir Informieren Sie gerne dazu hier am Stand und bei der nächsten Aktion am kommenden Freitag 5. Juli 2019 um 18.00 Uhr am St. Johanner Markt.

Danke fürs zuhören und ich wünsche ihnen noch einen kühlen und friedlichen Abend.

Saarwellingen, 28. Juni 2018

KRIEG IST DER GRÖSSTE KLIMAKILLER

Gemeinsame Pressemitteilung von Friedensnetz Saar, Pax Christi Saar, Fridays for Future Saarland und Kampagne Krieg beginnt hier.

Abrüsten für Klimaschutz – Frieden und Zukunftsfähigkeit gehören zusammen

Seit Wochen demonstrieren und streiken weltweit hunderttausende junge Menschen für ihre Zukunft, den Klimaschutz und den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Nur wenn wir rasch und konsequent handeln, können wir die Erderwärmung begrenzen, das Massenaussterben von Tier- und Pflanzenarten aufhalten, die natürlichen Lebensgrundlagen bewahren und eine lebenswerte Zukunft für die derzeit lebende und kommende Generationen gewinnen.

Die Zukunftsfähigkeit unseres Planeten hängt auch mit der Frage von Krieg und Frieden zusammen. Die Zerstörung der Umwelt und die Ausbeutung endlicher Ressourcen unseres Planeten gefährden den Frieden. Kriege werden für den Zugang zu diesen Ressourcen und den klimaschädlichen Lebensstil der reichen Länder geführt. Kriege verbrauchen dabei selbst enorme Mengen von Treibstoffen und Energie und produzieren entsprechend viele klimaschädliche Emissionen – ganz zu schweigen von den massiven Zerstörungen und Emissionen durch die Kriegshandlungen und Ihre tödlichen Folgen.

Diese Zusammenhänge wurden in den Reden des Ostermarsches Saar von Susanne Speicher, „Fridays for Future Saarland“ und Raymond Becker, Friddens-a Solidaritetsplattform Letzeburg deutlich.

Ein Beispiel für unnötige Umweltbelastung durch Kriegsvorbereitung: In unserer Region fliegen tagtäglich verstärkt Kampfjets im Übungsluftraum TRALAUTERN. Im Saarland und angrenzenden Rheinland-Pfalz werden Tag-täglich mindestes 5 bis 6 Stunden Kampfjetflüge durchgeführt.  Für 22 Flugstunden und 34 Flugminuten werden ca. 135400 Liter des hochgiftigen militärischen Treibstoffs JP8 in Lärm und ca. 373704 kg CO2 umgewandelt. 5 Stunden und 19 Minuten Kampfjetflüge bis 20:55 Uhr, ca. 135400 Liter Treibstoff, ca. 373704 kg CO2 (aktualisiert 21:00h ) Bürgerinitiative gegen Fluglärm, Bodenlärm und Umweltverschmutzung e.V. Auf http://saartext.de/180-01.html kann man die Militärübungen über der Region nachlesen.

Seitdem der INF-Vertrag von den USA und anschließend von Russland aufgekündigt wurde, werden seitens der NATO weitere neue Rüstungsprojekte angestoßen. Atomwaffen sollen modernisiert und flexibler einsetzbar werden. Die Bundesregierung plant die Anschaffung neuer Atombomber und die USA wollen die Atombomben in Büchel durch neue steuerbare und bessere einsetzbare B61-12 Bomben ersetzen

Wir appellieren an alle Bürgermeister/innen, den ICAN-Städteappell zu unterzeichnen. International ruft ICAN Städte dazu auf, den UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen zu unterstützen. Atomwaffen stellen eine besondere Bedrohung für Städte und Kommunen dar. Sie sind im Ernstfall primäre Ziele eines atomaren Angriffs. Atomwaffen sind konzipiert, um Menschen und Infrastruktur zu vernichten. Das Engagement von den gewählten Bürgermeistern/innen ist wichtig, um Druck auf die Bundesregierung auszuüben, damit diese den Willen der Bürgerinnen und Bürger achten.

Das FriedensNetz Saar, Pax Christi Saar, Fridays for Future Saarland und die Kampagne KRIEG BEGINNT HIER fordern die Landesregierung vom Saarland und Rheinland-Pfalz auf, diesem militärischen Irrsinn Einhalt zu gebieten.

c/o Waltraud Andruet                                                       Saarwellingen, 30. April 2019

Pacemakers Nuclearban Tour kommt durch das Saarland

Pacemakers-201675 Radsportler setzen sich zu den Europawahlen für Atomwaffenverbot ein

Die Friedensradtour geht vom 23. bis 26. Mai 2019 und führt von Karlsruhe über Saarbrücken, Saarlouis, Luxemburg, Trier, Büchel und Mainz zurück nach Karlsruhe. Das FriedensNetz Saar hilft bei der regionalen Organisation und unterstützt ihr Anliegen für eine atomwaffenfreie Welt.

Begleitend zu den Wahlen zum Europaparlament führt die Pacemakers Nuclearban Tour mit 75 RennradfahrerInnen vom 23.-26. Mai 2019 durch Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxemburg, mit Start und Ziel in Karlsruhe. Der 750 km lange Radmarathon ist die schnellste Friedensdemonstration in Europa. „Wir werden unterwegs auf die aktuellen Gefahren durch Atomwaffen aufmerksam machen und die große Sorge vor einem neuen atomaren Wettrüsten nach Kündigung des INF-Vertrags ausdrücken. Unsere Hoffnung ist ein neues multilaterales Vertragswerk. Unser Einsatz gilt der Unterstützung des Verbotsvertrags von Atomwaffen (Nuclearban treaty), der aktuell von 71 Staaten unterzeichnet und von 23 ratifiziert wurde“ so Roland Blach, Koordinator der Pacemakers und Geschäfts­führer der DFG-VK Baden-Württemberg.

Die internationale Kampagne ICAN (International Campaign to Abolish Nukes) war maßgeblich am Zustandekommen dieses Vertrages beteiligt und erhielt für diese Bemühungen 2017 den Friedensnobelpreis, zusammen mit ca. 500 Partnern weltweit.

Während die Gefahr eines Weltuntergangs unvermindert hoch ist und die sog. doomsday clock weiter auf 2 Minuten vor Zwölf steht, wachsen weltweit die Bemühungen für die Vernichtung aller Atomwaffen, auch dank über 8.000 Mayors for Peace Städten weltweit. Einige dieser Städte wie Saarbrücken, Saarlouis und Trier wurden in die Tourenplanung aufgenommen.

Neben der Überwindung der atomaren Abschreckung ist die Förderung des Friedens durch Dialog und Kooperation, Versöhnung und Abrüstung, Stärkung des Völkerrechts und zivile Konflikt­bearbeitung zweites Standbein der Tour. Mit dem Wunsch, einer europäischen, ja weltweiten Kultur des Friedens näher zu kommen. Der Start in Karlsruhe wurde ausgewählt aufgrund der Verabschiedung des Grundgesetzes mit klarem Friedensauftrag vor 70 Jahren und als Stadt des Rechts mit Sitz des Bundesverfassungsgerichts und des Bundesgerichtshofes. Büchel ist der einzig noch verbliebene Atomwaffenstandort in Deutschland. Die dort gelagerten Bomben sollen aufgerüstet werden. Im Mittelpunkt steht auch die Verbindung der QuattroPole Region zwischen Saarbrücken, Luxemburg, Metz und Trier. So unterstützt auch das grenzüberschreitenden Friedensnetzwerkes QuattroPax die Radtour durch die Großregion.

Stationen im Saarland, Planungsstand 17.5.2019

23.5.: 18h Saarbrücken: Empfang durch OB Charlotte Britz und Jo Leinen (MdEP), Musik: Sigi Becker

24.5.: 8h Saarbrücken: Kundgebung Gestapo Gedenkstätte Neue Bremm mit Horst Bernard (VVN) 8:30 Segen von Diakon Horst-Peter Rauguth

9:00 Uhr – 9:30 Uhr Saarlouis Kundgebung vor dem Landratsamt Kaiser- Wilhelmstraße, Empfang durch den Kreisbeigeordnete Klaus Engel

FriedensNetz Saar begrüßt Beitritt der Landeshauptstadt zur Organisation „Mayors for Peace“!

Das FriedensNetz Saar und pax christi Saarland begrüßen den einstimmigen Beschluss des Haupt- und Wirtschaftsausschusses der Landeshauptstadt Saarbrücken, der Organisation „Mayors for Peace“ (Bürgermeister für den Frieden) beizutreten. Seit vielen Jahren setzen sich Friedensaktivisten in der Region für diesen wichtigen Schritt ein, der bereits vorher in Merzig und Saarlouis vollzogen wurde.

Die Organisation „Mayors for Peace“ wurde 1982 auf Initiative des damaligen Bürgermeisters von Hiroshima gegründet. Aus der grundsätzlichen Überlegung heraus, dass Bürgermeisterinnen und Bürgermeister für die Sicherheit und das Leben ihrer Bürgerinnen und Bürger verantwortlich sind, versucht die internationale Organisation durch Aktionen und Kampagnen die weltweite Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern bzw. deren Abschaffung zu erreichen.

Ausgehend von Japan haben sich seit der Gründung insgesamt über 7.700 Mitgliedsstädte in über 160 Ländern der Organisation angeschlossen. In Deutschland sind mittlerweile 650 Städte und Gemeinden dem Bündnis beigetreten.

Wie notwendig der Kampf für Frieden und Abrüstung gerade heute ist, zeigen die aktuellen Herausforderungen. Mit der Kündigung des INF-Vertrags zum Verbot von nuklearen Mittelstreckenraketen droht ein neues atomares Wettrüsten, das die Kriegsgefahr erhöht und Ressourcen verschleudert. Ressourcen, die wir dringend für eine wirksame Klimapolitik und soziale Gerechtigkeit benötigen.

Das FriedensNetz Saar ruft alle friedliebenden Kräfte im Saarland auf: Beteiligen Sie sich am diesjährigen Ostermarsch am Ostersamstag um 11 Uhr ab Johanneskirche Saarbrücken und um 12 Uhr an der Abschlusskundgebung auf dem St. Johanner Markt.

Alle Infos zum Ostermarsch unter:

https://friedensnetzsaarblog.wordpress.com/2019/03/09/ostermarsch-saar-2019/)

Ostermarsch Saar 2019 – Dokumentation

Radikal umsteuern – es ist an der Zeit!
Kein atomares Wettrüsten!
Abrüstung statt Sozialabbau!

Ostersamstag, 20.04.2019

11 Uhr Demonstration ab Johanneskirche, Saarbrücken
12 Uhr Abschlusskundgebung am St. Johanner Markt mit

Susanne Speicher, Sprecherin Fridays for Future Saarland und

Raymond Becker, Friddens- a Solidaritéitsplattform Lëtzebuerg (Luxemburg)
Kultur: Gruppe Musikandes

468px-No_nukes_tidymanDas wieder aufgeflammte Wettrüsten der Weltmächte wird zu einer immer größeren Gefahr für den Frieden. Jetzt droht auch noch dem INF-Vertrag zum Verbot nuklearer Mittelstreckenraketen das Aus. Die NATO Planung, die Rüstungsausgaben auf 2% der Wirtschaftsleistung (BIP), zu erhöhen, bedeutet für Deutschland nahezu eine Verdopplung der Militärausgaben.
Das wären weitere 30 Milliarden Euro, die im zivilen Bereich fehlen: für Bildung, Hochschulen, Schulen und Kitas, für den sozialen Wohnungsbau, für kommunale und digitale Infrastruktur, für eine ökologische und soziale Gestaltung der Verkehrs- und Energiewende und für die Alterssicherung und mehr soziale Sicherheit.
Wir fordern:

  • Keine neuen Atomwaffen in Europa – Ächtung und Vernichtung aller Nuklearwaffen nach UN-Vertrag – Sofortiger Abzug der Atombomben aus Büchel
  • Kriege beenden – gegen deutsche Kriegsbeteiligung – weltweit
  • Schluss mit dem Drohnenkrieg – Keine Kampfdrohnen für die Bundeswehr
  • Für eine entmilitarisierte und atomwaffenfreie Großregion – Abrüstung statt Aufrüstung
  • Stoppt die militärischen Übungsflüge über dem Saarland
  • Auslandseinsätze beenden, für eine friedliche Außenpolitik und zivile Konfliktlösungen
  • Grenzen öffnen für Menschen – Grenzen schließen für Waffen, Fluchtursachen bekämpfen
  • Zivile Produktion – keine Rüstungsexporte
  • soziale Investitionen statt Aufrüstung der Bundeswehr
  • Friedensbildung statt Militarisierung – Schule ohne Bundeswehr
  • Gesellschaftliche Ursachen von Armut, Krieg und Umweltzerstörung erkennen und globale Alternativen entwickeln

Der Ostermarsch Saar 2019 wird unterstützt von (Stand: 14.04.2019):
Aktionsbündnis Frieden/Stolpersteine Völklingen, Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier, attac Saar und Untere Saar, Deutscher Freidenkerverband Rheinland-Pfalz/Saarland, DKP Saarland, Frauenverband Courage, Friedensinitiative Westpfalz, Fridays for Future Saar, Gemeindedienst für Mission und Ökumene/GMÖ – Region Saar/Nahe/Mosel, GEW Saar, Haus Afrika e.V., Initiativkreis gegen Atomwaffen Cochem-Zell, Jusos Saar, Kinderorganisation Rote Peperoni Saarland, DIE LINKE. Saar und KV Sbr., Linksjugend [´solid] Saarland, Motorradclub KUHLE WAMPE Saarland, Naturfreunde Saarland, Ökumenisches Netz Rhein-Mosel-Saar, pax christi Bistumsstelle Trier und Gruppe Saar, Peter-Imandt-Gesellschaft, Piraten Partei Saarland, Thomas Lutze (MdB), VVN-Bund der Antifaschisten Saarland

Der Ostermarsch Saar wird organisiert vom FriedensNetz Saar und ist Teil der Kampagne Krieg beginnt hier (www.krieg-beginnt-hier.de).

Spendenkonto: Sparkasse Sbr.
IBAN: DE49 5905 0101 0610 5552 60,

Dokumentation der Reden und Berichte:

Ostermarsch 2019 Eröffnung der Abschlusskundgebung durch Thomas Hagenhofer Beim Ostermarsch 2019 in Saarbrücken hat es bei schönem Wetter und unter Beteiligung der #FridaysForFuture-Bewegung ca. 800 Teilnehmer gegeben, so viele wie seit Jahren nicht mehr. Dieses Video zeigt die Eröffnungskundgebung durch den Vorsitzenden des Friedensnetzes Saar, Thomas Hagenhofer. #horschd77

Rede von Susanne Speicher von #FridaysForFuture auf dem Ostermarsch 2019 in Saarbrücken Susanne Speicher von #fridaysforfuture spricht auf dem Ostermarsch 2019 in Saarbrücken und redet über Themen wie Waffenexporte, Bekämpfung von Fluchtursachen. Die Friedensbewegung vernetzt sich weiter. Dank Fridays For Future und sonnigem Wetter haben im Jahr 2019 laut Medienangaben 800 Menschen teilgenommen. #horschd77

Rede von Raymond Becker, Friddens- a Solidaritéitsplattform Lëtzebuerg (Luxemburg) zu den Herausforderungen für die Friedensbewegung in der heutigen Zeit

Raymond Becker, Friddens- a Solidaritéitsplattform Lëtzebuerg (Luxemburg)

 

Beitrag im aktuellen Bericht des Saarländischen Rundfunks:

https://www.sr-mediathek.de/index.php?seite=7&id=72963&startvid=1

Beitrag in der Saarbrücker Zeitung:

https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/blickzumnachbarn/hunderte-marschieren-fuer-frieden_aid-38225953

Zur Bildergalerie

 

Diskussionsveranstaltung Das Ende des INF-Vertrags – Ein Spiel mit dem Feuer?

Donnerstag, 7. Februar 2019   19:00 Uhr

Peter-Imandt-Gesellschaft, Futterstraße 17-19, 66111 Saarbrücken

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, den INF-Vertrag über das Verbot atomarer Mittelstreckenraketen einseitig aufkündigen. Damit bricht eine Diskussion erneut auf, die die Friedensbewegung Anfang der 1980er Jahre mit Erfolg geführt hatte. Worum geht es bei der Problematik atomarer Mittelstreckenraketen? Wo liegen die Gefahren? Welche Perspektiven gibt es für die Friedenserhaltung?

Der Referent OTMAR STEINBICKER ist Journalist und Herausgeber des Aachener Friedensmagazins aixpaix.de, Redakteur der Zeitschrift „Friedensforum“ und Mitglied des Beirates der Deutschen Initiative für den Nahen Osten (DINO).

Ein Netzwerk in unserer Großregion: Kriegs- und Fluchtursachen. Grenzüberschreitende Projekte für Frieden und Solidarität.

Ein grenzüberschreitender Appell

„Frieden ist das Glanzstück der Vernunft“. Immanuel Kant
Frieden hat seine Wurzeln in der Wahrung und Umsetzung von Menschenrechten, den Grundsätzen von Demokratie und einer nachhaltigen Entwicklung.
Wir, die unterzeichnenden Organisation in der Großregion, aus der Provinz Luxemburg (Wallonien – Belgien), dem Saarland (Deutschland), Rheinland-Pfalz (Deutschland), Luxemburg und Lothringen (Region Grand Est – Frankreich) wollen hierfür unseren Beitrag leisten und die Gesellschaft dazu motivieren sich ebenfalls für Frieden und Abrüstung zu engagieren.

Unsere Initiativen und Aktionen werden unter anderem von folgenden Grundsätzen geleitet:
Der Charta der Vereinten Nationen
Der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte
Der Rio-Erklärung über Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen
Die New Yorker Erklärung für Flüchtlinge und Migranten der Vereinten Nationen
Den Richtlinien der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO)
Der Charta der Grundrechte der Europäischen Union
Der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten

Es ist illusorisch, globale Probleme weltweit durch Konfrontation und militärischen Einsatz lösen zu wollen. Es bedarf dringend einer anderen Herangehensweise und grundsätzlicher Änderungen, um Konflikte beizulegen, bzw. Kriegs- und Fluchtursachen zu bekämpfen. Lösungsansätze müssen in den Augen aller Beteiligten Zusammenarbeit, Austausch, Dialog und Vertrauensaufbau in Verhandlungen sein. Entscheidend für die Einhaltung der Menschenrechte und Frieden sind Initiativen für Abrüstung und globale Gerechtigkeit, Solidarität mit Geflüchteten und Einsatz für Weltoffenheit statt Militarismus, Populismus und Hass.
Es gibt keine Sicherheit gegeneinander, sondern nur miteinander.

Dies gelingt nur, wenn sich die Zivilgesellschaft hierfür stark macht. Unser europäisches Netzwerk möchte Bürger*innen in der Großregion für unser Ziel, eines gewaltlosen Zusammenlebens, sensibilisieren.

Trier, Arlon, Luxemburg, Saarbrücken, Nancy   10. Dezember 2018

AG Frieden Trier (D)
Coalition luxembourgeoise pour la paix – COLUPA (B)
Friddens- a Solidaritéitsplattform Lëtzebuerg – FSPL (L)
Friedensnetz Saar (D)
Mouvement pour une Alternative Non-violente Nancy – MAN Nancy (F)
Pax Christi Saar (D)

Kontakt:

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Un réseau en Grande-Région

Guerres et migrations : Les causes et les défis. Projets transfrontaliers promouvant paix et solidarité en Grande-Région.

Un appel transfrontalier

« La paix est l’essence même de la raison. »  Immanuel Kant.
Droits de l’homme, principes démocratiques et développement durable sont indispensables à la réalisation et au maintien de la paix.
Nous, les organisations soussignées en Grande-Région, de la province de Luxembourg (Wallonie – Belgique), de la Sarre (Allemagne), du Rhénanie-Palatinat (Allemagne), du Luxembourg et de la Lorraine (Région Grand-est – France) voulons y contribuer et motiver la société civile à s’engager pour la paix et le désarmement.

Nos initiatives et actions seront guidées entre autres par les principes suivants :

La charte des Nations Unies
La déclaration universelle des droits de l’homme
La déclaration de Rio sur l’environnement et le développement
La Déclaration de New York pour les réfugiés et les migrants des Nations Unies
Des directives de l‘Organisation des Nations Unies en faveur de l’éducation, de la science et de la culture (UNESCO)
La charte des droits fondamentaux de l’Union Européenne
La Convention européenne des droits de l‘homme

Il est illusoire de vouloir résoudre crises et conflits à travers le monde en ayant recours à des moyens militaires. Il est nécessaire d’aller d’urgence vers un changement fondamental de comportement et d’approche dans la résolution des conflits, qui sont les causes des guerres et des mouvements migratoires. Il faut s’attaquer à leurs racines par la coopération, l’échange, le dialogue et une relation de confiance dans les négociations entre les parties concernées. Le maintien de la paix et le respect des droits de l´homme exigent des initiatives en faveur du désarmement, de l’équité, de la solidarité avec les migrants et un engagement résolu pour la tolérance, contre la haine, le populisme et la course aux armements.
L´affrontement doit faire place à la coopération et au soutien.

La société civile doit prendre ses responsabilités. Notre réseau européen veut sensibiliser les citoyennes et les citoyens à nos valeurs communes et promouvoir une société basée sur la non-violence.

Trêves, Arlon, Luxembourg, Saarbruck, Nancy  10 décembre 2018

AG Frieden Trier (D)
Coalition luxembourgeoise pour la paix – COLUPA (B)
Friddens- a Solidaritéitsplattform Lëtzebuerg – FSPL (L)
Friedensnetz Saar (D)
Mouvement pour une Alternative Non-violente Nancy – MAN Nancy (F)
Pax Christi Saar (D)

Aktionstag für Abrüstung! Kein neues atomares Wettrüsten!

  • Sa. 3.11.2018: 11.00 – 14.00 Uhr St. Johanner Markt, Saarbrücken

Mit Redebeiträgen aus der saarländischen Friedensbewegung
Musikalische Begleitung: Sigi Becker

Das FriedensNetz Saar ruft auch angesichts der drohenden Kündigung des INF-Vertrages zu einem Aktionstag am 3.11.2018 in Saarbrücken auf. Der Vertrag, der die Stationierung von Mittelstreckenraketen verbietet, ist einer der wichtigsten Pfeilern der europäischen Sicherheitsarchitektur.

Angesichts der drohenden atomaren Aufrüstung fordern wir die Bundesregierung erneut auf, den Vertrag zum Verbot von Atomwaffen (TPNW) vom Juli 2017 zu unterzeichnen. Die Atomwaffen in Büchel müssen abgezogen und nicht modernisiert werden.

100.000 Unterschriften unter den bundesweiten Aufruf „abrüsten statt aufrüsten“ sind erst der Anfang. Uns alarmiert die Militarisierung der Außenpolitik und des öffentlichen Lebens wie auch die Geschäfte mit todbringenden Waffen. Auslandseinsätze der Bundeswehr sind zur Normalität geworden. Die Waffenarsenale werden weiter angefüllt. Das gemeinsame Haus Europa ist in weite Ferne gerückt, wir treten ein für eine neue Entspannungspolitik mit Russland.

Die NATO-Planung, die Rüstungsausgaben auf 2% der Wirtschaftsleistung (BIP), zu erhöhen, bedeutet für Deutschland nahezu eine Verdopplung der Militärausgaben. Das 2-%-Ziel der NATO, das von der Trump-Regierung vehement eingefordert wird, sichert nicht den Frieden, sondern führt zu einer neuen Rüstungsspirale. 2% des BIP für Rüstungsausgaben – das wären weitere 30 Milliarden Euro, die im zivilen Bereich fehlen: für Bildung, (Hoch)Schulen und Kitas, für den sozialen Wohnungsbau, für kommunale und digitale Infrastruktur, für eine ökologische und soziale Gestaltung der Verkehrs- und Energiewende und für die Alterssicherung und mehr soziale Sicherheit.

Deutschland braucht mehr zivile Strategien zur Friedenssicherung, die an den Ursachen von Kriegen und Konflikten ansetzen. Hierzu gehören vor allem ein fairer Welthandel, eine gerechtere Verteilung des weltweiten Reichtums sowie soziale und ökologische Entwicklungs- und Klimaschutz-projekte.

Wir lehnen Waffenexporte in Krisen- und Konfliktgebiete sowie an diktatorische oder autokratische Regime grundsätzlich ab.

Der Aktionstag richtet sich zudem gegen die krankmachenden umweltschädlichen militärischen Übungsflüge in der Region, Wir demonstrieren für mehr Solidarität mit Geflüchteten und sichere Wege nach Europa.

60 Jahre Luftlandebrigade – es gibt nichts zu feiern!

IMG_0730Protestaktion am Samstag, 18.08.2018, 10:30 Uhr in Saarlouis, Pavillon Fußgängerzone

Musikalische Begleitung: Michael Riehm

Unter dem Motto: 60 Jahre Luftlandebrigade – es gibt nichts zu feiern hatte das FriedensNetz Saar zu einer Protestaktion

am Samstag, 18. August in Saarlouis aufgerufen. Wir als Friedensbewegung lehnen diese Feierlichkeiten ab. Kriegsführung ist wahrlich kein Grund zum Feiern. „Mit großem Tamtam begeht die saarländische Luflandebrigade ihr 60 jähriges Bestehen und das auf Kosten der Steuerzahler, mit unserem Geld also – das ärgert mich am allermeisten, so Waltraud Andruet, die zu dieser Kundgebung aufgerufen hatte. Mit einem Infostand, der mit Transparenten wie „Kein Werben fürs Töten und Sterben “  oder „ KRIEG BEINNT HIER“ und einem  Sarg mit deutscher Fahne und einem Militärhelm geschmückt war,  machte das Friedensnetz auch auf die Gefahren aufmerksam, denen die Bundeswehrsoldaten ausgesetzt sind. Es wurden zudem Unterschriften gesammelt gegen Aufrüstung  allein die deutschen Rüstungsausgaben sollen laut Absprache in der NATO bis 2024 fast verdoppelt werden. Statt derzeit 37 Mrd. sollen also künftig 62 Mrd. Euro fürs Militär ausgegeben werden. Deshalb sammeln wir weitere Unterschriften:  Mehr fürs Militär? Nicht mit uns auch online unter : www.paxchristi.de

Der Liedermacher Michael Riehm aus Lebach gestaltete  mit seinen politischen Liedern wie „Bomben für die Armen“ oder „Lasst uns das Paradies erproben“ den kulturellen Teil ebenso wie Thomas Hagenhofer mit Liedern aus der Friedensbewegung. Hans-Hermann Bohrer trug ein Brecht Gedicht, die Legende vom toten Soldaten, vor, das auch heute an Gültigkeit nichts verloren hat.

Waltraud Andruet FriedensNetz Saar

Aus dem Aufruf:

Mit großem Tamtam feiert die saarländische Luftlandebrigade ihr 60jähriges Bestehen. Mit einem öffentlichen Gelöbnis, Heeresmusikkorps, Feldgottesdienst und sogar Gefechtsvorführungen wird Werbung für eine Bundeswehr gemacht, die im Ausland Krieg führt.

Wir als Friedensbewegung lehnen diese Feierlichkeiten ab. Kriegsführung ist wahrlich kein Grund zum Feiern!

Die Luftlandebrigade rühmte in der Vergangenheit die Einsätze der faschistischen Wehrmacht. Bluttaten wie Geiselerschießungen wurden als notwendiges Übel verteidigt. Anstatt öffentliche Feiern abzuhalten sollte die Brigade sich eindeutig von ihren militärischen Vorgängern distanzieren und ihre eigene Geschichte aufarbeiten.

Wie kaum eine andere Einheit der Bundeswehr steht die Luftlandebrigade für die grundgesetzwidrigen Auslandseinsätze in aller Welt. Hierbei geht es nicht um Menschenrechte sondern um die Durchsetzung geostrategischer und ökonomischer Interessen mit kriegerischen Mitteln.

Nun soll nach dem Willen der NATO der deutsche Rüstungshaushalt in wenigen Jahren fast verdoppelt werden. Dies würde eine gigantische Aufrüstung bedeuten, die den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft, unsere Umwelt und Infrastruktur weiter belasten würde. Statt die Mittel gegen soziale Ungerechtigkeit und Klimawandel einzusetzen, sollen die Profite der Rüstungsindustrie weiter wachsen.

Wir fordern:

  • Schluss mit öffentlichen Gelöbnissen und Werbung für die Bundeswehr in der Öffentlichkeit und an Schulen!
  • Stopp aller Auslandseinsätze der Bundeswehr!
  • Schluss mit den militärischen Übungsflügen! Keine neuen Kampfdrohnen!
  • Abrüstung statt Aufrüstung! Atomwaffen abschaffen!
  • Für eine gerechte Weltwirtschaftsordnung und zivile Konfliktlösungen!