Symposium zum 80. Jahrestag des Überfalls Deutschlands auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941

Samstag, 19.06.2021 15 Uhr bis 19 Uhr

Gasgebläsehaus, Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Veranstalter: FriedensNetz Saar, Eintritt frei, um Spende wird gebeten

Vor 80 Jahren begann der Vernichtungskrieg des Hitler-Faschismus gegen die Menschen in der Sowjetunion. Die Nazis wollten die Bevölkerung teilweise
ausrotten, der Rest sollte vertrieben werden und östlich des Ural in einem Satellitenstaat vegetieren. Leningrad und Moskau sollten von der Landkarte
getilgt werden – es ging um die Vernichtung einer Weltanschauung und um Eroberungen im Interesse des deutschen Kapitals.
13 Millionen sowjetische Soldaten starben in diesem Krieg. Von den mehr als 3 Millionen sowjetischen Soldaten, die die Wehrmacht im Sommer 1941 gefangen
nahm, waren 2 Millionen im Februar 1942 tot.
Es gibt in der modernen Geschichte keine vergleichbare Massentötung von Kriegsgefangenen. Insgesamt starben 27 Millionen Sowjetbürger als
Opfer des deutschen Krieges zwischen 1941 und 1945, darunter waren 2,8 Millionen ermordete Menschen jüdischen Glaubens.
Allein aus der Sowjetunion verschleppten die deutschen Arbeitsverwaltungen mit Unterstützung der Wehrmacht innerhalb von 2 ½ Jahren 2,5 Millionen zumeist junge Männer und Frauen zur Zwangsarbeit ins Reichsgebiet. Sie mussten auch in den Röchlingschen Eisen- und Stahlwerken Sklavenarbeit verrichten.
Heute ist von einer Erinnerungskultur zu diesem Völkermord in Deutschland wenig zu spüren. Im Gegenteil werden Ressentiments im Rahmen eines neuen Kalten Krieges geschürt. Statt einer gemeinsamen Sicherheitspartnerschaft wird die militärische Aufrüstung vorangetrieben.
Wir wollen mit diesem Sympsion in drei Vorträgen mit anschließender Diskussion die oben angerissenen Aspekte vertiefen.
ReferentInnen:
Dr. Inge Plettenberg, Historikerin – Zwangsarbeit bei den Röchlingschen Eisen- und Stahlwerken
Andreas Zumach, UNO-Korrespondent für die Tageszeitung (taz) – Aktuelle Herausforderungen für eine europäische Friedensordnung, vor allem die Beziehungen Deutschlands zu Russland
Rainer Dörrenbecher – Vernichtungskrieg

Eine namentliche Anmeldung ist bis 14.06.21 aufgrund der Corona-bedingten Begrenzung der Teilnahmezahl erforderlich unter: friedensnetzsaar@gmx.de. Alle Teilnehmenden sind verpflichtet, eine medizinische Maske zu tragen.
Diese Veranstaltung wird unterstützt von: Aktionsbündnis Stolpersteine/Frieden Völklingen, DKP Saarland, Frauengruppe Courage Saarbrücken, Landtagsfraktion DIE LINKE, Omas gegen Rechts Saarland, pax
christi im Bistum Trier, Peter-Imandt-Gesellschaft/Rosa-Luxemburg-Stiftung Saar, Thomas Lutze (MdB), VVN-Bund der Antifaschist*innen Saar.


Dokumentation:

  1. Beitrag von Rainer Dörrenbecher zum deutschen Vernichtungskrieg gegen die SU (Zum PDF)
  2. Der Beitrag von Dr. Inge Plettenberg fußt auf folgender Publikation: „Zwangsarbeit in der Völklinger Hütte“, Hrsg. von Meinrad M. Grewenig/ Weltkulturerbe Völklinger Hütte, Völklingen 2018
  3. Andreas Zumachs Beitrag liegt ebenfalls nicht schriftlich vor. Seine Argumentationslinien lassen sich in folgendem Video nachvollziehen:

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