60 Jahre Luftlandebrigade – es gibt nichts zu feiern!

IMG_0730Protestaktion am Samstag, 18.08.2018, 10:30 Uhr in Saarlouis, Pavillon Fußgängerzone

Musikalische Begleitung: Michael Riehm

Unter dem Motto: 60 Jahre Luftlandebrigade – es gibt nichts zu feiern hatte das FriedensNetz Saar zu einer Protestaktion

am Samstag, 18. August in Saarlouis aufgerufen. Wir als Friedensbewegung lehnen diese Feierlichkeiten ab. Kriegsführung ist wahrlich kein Grund zum Feiern. „Mit großem Tamtam begeht die saarländische Luflandebrigade ihr 60 jähriges Bestehen und das auf Kosten der Steuerzahler, mit unserem Geld also – das ärgert mich am allermeisten, so Waltraud Andruet, die zu dieser Kundgebung aufgerufen hatte. Mit einem Infostand, der mit Transparenten wie „Kein Werben fürs Töten und Sterben “  oder „ KRIEG BEINNT HIER“ und einem  Sarg mit deutscher Fahne und einem Militärhelm geschmückt war,  machte das Friedensnetz auch auf die Gefahren aufmerksam, denen die Bundeswehrsoldaten ausgesetzt sind. Es wurden zudem Unterschriften gesammelt gegen Aufrüstung  allein die deutschen Rüstungsausgaben sollen laut Absprache in der NATO bis 2024 fast verdoppelt werden. Statt derzeit 37 Mrd. sollen also künftig 62 Mrd. Euro fürs Militär ausgegeben werden. Deshalb sammeln wir weitere Unterschriften:  Mehr fürs Militär? Nicht mit uns auch online unter : www.paxchristi.de

Der Liedermacher Michael Riehm aus Lebach gestaltete  mit seinen politischen Liedern wie „Bomben für die Armen“ oder „Lasst uns das Paradies erproben“ den kulturellen Teil ebenso wie Thomas Hagenhofer mit Liedern aus der Friedensbewegung. Hans-Hermann Bohrer trug ein Brecht Gedicht, die Legende vom toten Soldaten, vor, das auch heute an Gültigkeit nichts verloren hat.

Waltraud Andruet FriedensNetz Saar

Aus dem Aufruf:

Mit großem Tamtam feiert die saarländische Luftlandebrigade ihr 60jähriges Bestehen. Mit einem öffentlichen Gelöbnis, Heeresmusikkorps, Feldgottesdienst und sogar Gefechtsvorführungen wird Werbung für eine Bundeswehr gemacht, die im Ausland Krieg führt.

Wir als Friedensbewegung lehnen diese Feierlichkeiten ab. Kriegsführung ist wahrlich kein Grund zum Feiern!

Die Luftlandebrigade rühmte in der Vergangenheit die Einsätze der faschistischen Wehrmacht. Bluttaten wie Geiselerschießungen wurden als notwendiges Übel verteidigt. Anstatt öffentliche Feiern abzuhalten sollte die Brigade sich eindeutig von ihren militärischen Vorgängern distanzieren und ihre eigene Geschichte aufarbeiten.

Wie kaum eine andere Einheit der Bundeswehr steht die Luftlandebrigade für die grundgesetzwidrigen Auslandseinsätze in aller Welt. Hierbei geht es nicht um Menschenrechte sondern um die Durchsetzung geostrategischer und ökonomischer Interessen mit kriegerischen Mitteln.

Nun soll nach dem Willen der NATO der deutsche Rüstungshaushalt in wenigen Jahren fast verdoppelt werden. Dies würde eine gigantische Aufrüstung bedeuten, die den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft, unsere Umwelt und Infrastruktur weiter belasten würde. Statt die Mittel gegen soziale Ungerechtigkeit und Klimawandel einzusetzen, sollen die Profite der Rüstungsindustrie weiter wachsen.

Wir fordern:

  • Schluss mit öffentlichen Gelöbnissen und Werbung für die Bundeswehr in der Öffentlichkeit und an Schulen!
  • Stopp aller Auslandseinsätze der Bundeswehr!
  • Schluss mit den militärischen Übungsflügen! Keine neuen Kampfdrohnen!
  • Abrüstung statt Aufrüstung! Atomwaffen abschaffen!
  • Für eine gerechte Weltwirtschaftsordnung und zivile Konfliktlösungen!
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